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Mikroabenteuer Freediving

Nik Linder, berichtet uns, wie er als Apnoe-Taucher, der normalerweise weltweit unterwegs ist, die Einschränkungen der Covid19-Pandemie wahrnimmt und wie er versucht, das Beste daraus zu machen:

"Als ich noch ein Kind war, haben meine Freunde und ich die Zeit damit verbracht. die Welt um uns herum zu erobern und entdecken. Wir sind auf Bäume geklettert und haben Verstecke gebaut und vieles mehr. Die Welt um uns herum war groß genug und bot immer wieder neues. Sobald es dunkel wurde kamen die Rufe unserer Mütter. Die Anwesenheit beim Abendessen war leider Pflicht und beendete den täglichen Abenteuerdrang. Fast jeden Tag haben wir Erlebnisse wie diese gemacht. Heute sind diese Kurzzeitausflüge als Mikroabenteuer populär geworden.

Aufgrund der Corona Pandemie herrschte und herrscht Streckenweise immer noch ein Reiseverbot. Was zunächst als ärgerliche Begrenzung unserer persönlichen Freiheit wahr genommen wurde, zeigte nach dem ersten Schreck auch einige positive Aspekte.

Für mich persönlich bedeutete das vier abgesagte Reisen, unzählige abgesagte Kurse und Vorträge. Auch wenn das ganze finanziell keine einfache Situation darstellte, konnte ich die Zeit nutzen um mehr zuhause und bei der Familie zu sein. Außerdem bot es die Möglichkeit Dinge zu tun, die ich immer schon machen wollte und nie die Zeit dazu hatte. Neue Buchprojekte, neue Webseite, kreative Zeit um neue Ideen zu entwickeln. Wie gesagt, alles keine einfache Situation, aber als Apnoetaucher ist man im Allgemeinen sehr gut darin den positiven Kern einer Sache herauszufiltern.

Eine der Sachen, die ich immer schon machen wollte, war es die umliegenden Gewässer zu entdecken und ich fühlte wieder dieses Gefühl von Neugier und Aufregung, welches ich schon als Kind verspürte. Auch mir ist die Umgebung wieder völlig neu, verbrachte ich die letzten Jahre doch zum Tauchen vor allem in fernen Ländern. Doch hier bieten sich mir in einem Umkreis von 20km um Freiburg, Flüsse, Quelltöpfe, Seen die allerlei Tieren Heimat bieten : Schildkröten, Hechte, Störe, Welse, Haubentaucher und die seltenen Eistaucher.

Viel Zeit habe ich also statt im Pooltraining mit meinen Freediving Freunden in den Seen verbracht. Während man sonst nach dem Training relativ schnell nach Hause gegangen ist, bleibt nun scheinbar für alles mehr Zeit. Auch für Gespräche und ein Bier am Seeufer nach dem Training.

Auch das Seatrekking, die Möglichkeit mit einem wasserdichten Rucksack durch den Schwarzwald zu wandern und sobald man an einen See kommt, das Tauchequipment aus der Tasche mit den Wanderklamotten zu tauschen. Diese Tasche wird dann mit einem Ventil aufgeblasen und anschließende zieht man die Tasche, die nun auch eine Boje ist, bequem an einer flexiblen Leash hinter sich her. Dadurch verbringt man noch mehr Zeit in der Natur und kann die heimische Welt am, im und unter Wasser bereisen.

Die Möglichkeit als Apnoetaucher mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein, ermöglicht es auch entfernte und schwer zugängliche Seen zu erreichen und darin zu tauchen.

Also, machen wir das beste daraus, bleiben wir positiv und möglichst gesund…."

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