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Argonautic Bronze Worldtour 2019 mit Nik Linder

Über das gesamte Jahr 2019 war Freitaucher Nik Linder zusammen mit seiner DAVOSA Argonautic Bronze auf Weltreise, um nicht nur persönliche Eindrücke zu sammeln, sondern auch zu beobachten, wie sich die Uhr über die Zeit verändert und welche "Eindrücke" diese mit nimmt, von den vielfältigen Reisen und atemberaubenden Tauchgängen. Wir haben Nik nach seinem Fazit gefragt und ihn gebeten, uns ein paar Eindrücke des vergangenen Jahres zu schildern:

Das Jahr 2019 liegt einige Tage hinter und uns damit auch das reiseintensivste Jahr für mich. Dabei habe ich so viele freundliche Menschen getroffen, Orte besucht und Begegnungen über und unter Wasser erlebt, wie noch nie zuvor. Dabei fällt es mir immer schwer eine Rangliste zu machen, was am besten war…

Zu Beginn besuchte ich mit befreundeten Fotografen die Insel Mauritius und konnte mit Pottwalen tauchen. Es gab intensive und häufige Interaktionen, mit den sonst recht scheuen größten Raubtieren der Welt. Die Wale waren sehr entspannt und so war es uns möglich ihnen hautnah zu begegnen und in ihrer Mitte aufgenommen zu werden.

Obwohl ich abgesehen von Deutschland und der Schweiz, die meiste Zeit in Ägypten verbringe, nutzen sich die Tauchgänge dort nicht ab. 2019 hatten wir wieder sehr viele spielfreudige Delfine und sie waren so gut drauf, dass ich irgendwann nicht mehr konnte und gehofft habe, sie ziehen weiter. Es ist anstrengend mit diesen flinken Tieren mithalten zu wollen.

Das Seatrekking gehört seit Jahren in meinen Tauchkalender. Dabei wandert man im Wasser entlang der Küstenlinie und übernachtet am Strand, im Wald, auf jeden Fall ohne Zelt unter dem Sternenhimmel. Reduktion, die nichts mit Verzicht zu tun hat. Man merkt dabei, wie wenig man braucht um glücklich zu sein. Man zieht eine wasserdichte Tasche mit maximal 15 KG Gewicht mit sich und die enthält alles was man zum Überleben braucht. Diese Tasche und meine Argonautic Bronze waren mein treuen Begleiter. Dieses Jahr waren die Bedingungen in Kroatien harsch. Sturm, Regen, Wellen und Kälte. Aber wie heißt es, wenn man leidet, weiß man das man lebt. Den Elementen derart und unmittelbar ausgesetzt zu sein, bringt Dich in jedem Fall weiter und eine überstandene Situation, stärkt das Selbstbewusstsein und das Gefühl für die eigene Selbstwirksamkeit.

Auf der portugiesischen Insel Madeira war ich als nächstes zu Gast. Bereits zum fünften Mal in den atlantischen Gewässern, nahe der Hauptstadt Funchal und direkt im Meeresschutzgebiet. Dieses Jahr war das Wasser und die Bedingungen so ruhig und gut, wie noch nie. Die Natur ist nicht nur unter Wasser besonders - eine Mischung aus Atlantischen Fischen und sogar Großfischen, wie Delfine, Wale und Mantas, sowie Papageienfische, die man sonst nur aus tropischen und warmen Meeren kennt. Auch über Wasser ist Madeira ein Ziel für Wander- und Naturfreunde mit einer einzigartigen Flora.

Im Sommer verbrachte ich wieder viel Zeit in See und Flüssen, der Schweiz und Deutschlands, bevor es im September nach französisch Polynesien ging, wo ich mit Buckelwalen, Haien, Delfinen, Mantas rund um die paradiesische Insel Moorea tauchen konnte. Im Anschluss waren wir im Fakarava South Kanal, einer der besten Tauchplätze mit Haien. 700 Haie sind in diesem Kanal und man taucht mit zum Teil extremer Strömung zwischen den Tieren durch. Das Gefühl von Reduktion und Freiheit fühlt man nicht nur beim Seatrekking auch bei meiner Tour Freediving und Segeln in der türkischen Agäis ist der Weg das Ziel und das klare, blaue, warme und sehr tiefe Wasser beschert uns Freitauchern die allerbesten Bedingungen zum Tieftauchen. Keine Wellen, keine Strömung, nur klares tiefes Wasser - perfekt. Am Ende eines intensiven Tauchtages, an dem man Stunden im Wasser verbracht hat, schläft man an Deck ein und zählt die Sterne, die sehr gut zu sehen sind, weil es in den einsamen Buchten keinerlei künstliches Licht gibt.

Nach dem Tieftauchtrainingscamp im Y40 - dem tiefsten Indoortauchcenter der Welt in Padua / Italien ging meine letzte Reise für 2019 auf die Bahamas zum Hai tauchen. Und genau, wie am Anfang meiner Tour, als die erste Reise nach Mauritius ging und ich dort mit vielen Pottwalen im Wasser sein durfte, so ist das Tauchen mit über 20 karibischen Riffhaien die Dich anschauen, berühren und mit denen Du gemeinsam tauchen kannst, ebenso fantastisch und eindrücklich.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne sagte Hermann Hesse. Und wenn ich nun bereits gedanklich bei den kommenden Touren 2020 bin, so war die ruhige Zeit an Weihnachten und zur Jahreswende auch wieder eine Zeit, in der man das letzte Jahr noch einmal vor Augen hatte. Und wieder war ich froh, dass alles gut gegangen ist und dass sich niemand ernsthaft verletzt hat.

Wenn ich meine Argonautic Bronze betrachte, dann sehe ich einige Kratzer, auch die Patina hat sich verändert und jeder Kratzer ist verbunden mit einem tollen Erlebnis im oder nahe des Ozeans. Ich bin schon gespannt auf die kommenden Kratzer ….

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